RE:Artaxata

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band II,1 (1895), Sp. 1311
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Artaxata, auch Artaxiasata genannt, Strab. XI 528 (vgl. über den Namen Lagarde Armenische Studien [Abh. Gött. Ges. d. Wiss. XXII 1877] 280), das Artaschat der armenischen Historiker (St. Martin Mém. hist. et géogr. s. l’Arménie I 117ff.), von Artaxias Nr. 1 (s. d.) gegründete Hauptstadt Grossarmeniens (Ἀρταξερξοκτίστη bei Agathangelos 128 ed. Lagarde 65, 18), im Gau Ararat (Agathang. 54), am Araxes (Strab. VI 528. Plut. Luc. 31, fälschlich an den Euphrat versetzt bei Ptol. V 13, 12). Ihre Erbauung hatte Hannibal vorgeschlagen und geleitet. Ihre Ruinen liegen unweit von Eriwan zwischen Tovin und Aralyk, vgl. Alischan Topogr. Grossarmeniens, Vened. 1855 (armenisch) 72. Auf einer Halbinsel mit befestigtem Isthmus stark gelegen wurde A. 58 n. Chr. durch Corbulo verbrannt, weil es zur Behauptung zu grosse Besatzung erfordert haben würde, Tac. ann. XIII 41. Frühere Eroberungen desselben Tac. ann. VI 33. XII 50. Von Tiridates wieder aufgebaut, wurde es Neronia umgenannt (Dio. LXIII 7), erscheint aber später immer nur unter dem alten Namen, Amm. Marc. XXV 7, 12. Tab. Peut., die drei Strassenzüge davon ausgehen lässt. Vgl. auch Tac. ann. II 56. Plin. n. h. VI 26. Iuven. II 170. Geogr. Rav. II 4. 12. Steph. Byz.

Anmerkungen (Wikisource)

  • Siehe auch Artaxata 2 im Supplementband I, Sp. 144.