RE:Artopta

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band II,2 (1896), Sp. 1460–1461
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Artopta, ἀρτόπτης, ein Gerät, in welchem feineres Brot auf dem Herde gebacken wurde, Poll. X 112. Plaut. Aul. 400 (missverstanden Plin. n. h. XVIII 107). Iuv. V 72. Dies Brot hiess artopticius, im Gegensatz zum furnaceus und clibanicius, Plin. n. h. XVIII 105. Athen. III 113 a. Über Gestalt und Material des a. ist [1461] nichts bekannt. Nach Plautus a. O. war der a. auch in besseren Häusern nicht immer vorhanden, war also wohl ein etwas complicierteres Gerät und diente nicht dem täglichen Gebrauch, sondern für feineres Gebäck bei festlichen Gelegenheiten; man könnte an eine Bratpfanne mit Heizeinrichtung denken. Der panis artopticius heisst auch ἐσχαρίτης (Plin. n. h. XVIII 105 und Athen. III 113, vgl. mit Galen. VI 489 K. und Athen. III 109 c. 115 e) und war ein Leckerbissen (Iuv. V 72. Athen. III 109 e), aber schwerer verdaulich, weil weniger gut durchgebacken als anderes Brot (Galen. a. O.). Vgl. hierüber Bäckerei. Über die Form artepta s. Löwe Prodr. corp. gloss. 259.

[Mau.]