RE:Askalabos

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band II,2 (1896), Sp. 1607–1608
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Askalabos (Ἀσκάλαβος), Sohn der Misme, welche in Attika die auf der Suche nach ihrer Tochter umherirrende Demeter mit einem Trunke erquickte. Als A. über das heftige Trinken der Dürstenden spottete, goss diese den Rest des Trankes über ihn und verwandelte ihn so in eine gefleckte Eidechse (Ant. Lib. 24 nach Nikander; s. auch Artikel Eidechse). Ohne Namen zu nennen gedenkt der Sage nach derselben Quelle Ovid. met. V 446ff. (vgl. Lactant. Placid. narr. fab. V 7. Nicand. Ther. 484ff.). Auch in verwandelter Gestalt blieb A. [1608] der Demeter verhasst, und wer eine der fraglichen Eidechsen tötete, verdiente sich ihren Dank. Der Name a. ist bereits auf einer korinthischen Vase des 6. Jhdts. dem raumfüllenden Bilde einer grossen Eidechse beigeschrieben, Athen. Mitt. IV Taf. 18. A. ist von Askalaphos Nr. 4 wohl nicht zu trennen (s. d.). Es ist unsicher, ob der Name griechisch ist, woraus sich bei nichtgriechischer Herkunft das Schwanken in der Schreibung erklären würde. Vgl. die Varianten in dem vielleicht verwandten Namen des Asklepios (mit b bei Röhl IGA 549). Fur die Mutter des A., Misme, nimmt A. Dieterich Philologus N. F. VI 1ff. mit Recht phrygischen Ursprung in Anspruch, doch ist die Ursprünglichkeit der genealogischen Verbindung unsicher.