RE:Asopos 2

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band II,2 (1896), Sp. 1705–1706
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2) Hauptfluss des südlichen Boiotiens, entspringt östlich von Leuktra und zieht am Nordfusse des Kithairon, von dem ihm zahlreiche Zuflüsse zugehen, an Tanagra nach Osten, bis er bei Oropos das euboische Meer erreicht. Sein Oberlauf bildete die Grenze zwischen Theben und Plataiai, Herod. VI 108. Paus. II 6, 1. IX 4, 4; vgl. IGS I 2415. Im Sommer oft ausgetrocknet, schwillt er nach Regen zuweilen so an, dass der Verkehr behindert ist, Thuk. II 5, 2. Wohl auf den Unterlauf sind die Erwähnungen seines Schilf- und Grasreichtums zu beziehen, Il. IV 383. Bakis bei Herod. IX 43. Paus. V 14, 3. Ein Braunkohlenflötz, welches sein Bett durchsetzt, gab Anlass zur Sage vom Kampfe des Flussgottes mit Zeus, Neumann-Partsch Phys. Geogr. 268. Die Anwohner des Flusses hiessen Ἀσώπιοι (Herod. IX 15) oder Παρασώπιοι (Strab. IX 409. Steph. Byz. s. Παραχελῳῖται), die Gegend an seinem mittleren und oberen Laufe ἡ Παρασωπία [1706] (Strab. IX 404. 408. Steph. Byz. s. Ὑρία; vgl. auch Asopia Nr. 1), auch πεδίον Ἀσωποῦ (Aesch. Ag. 297 Dind.). Sonst vgl. Il. X 287. Herod. IX 19. 30f. 36. 38. 40. 43. 49. 51. 59. Strab. VIII 382. IX 412. Callim. h. Del. 78. Niceph. Greg. VII 7. Ov. am. III 6, 33. Stat Theb. III 337. IV 370. VII 315. 424. IX 449. Jetzt führt der Fluss den Namen τὸ Βουριένι. Leake North. Gr. II 326. 424. 442. 448. Ulrichs Reisen II 68ff. Vischer Erinnerungen 547ff. Bursian Geogr. I 244ff.