RE:Autrico

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band S V (1931), Sp. 56
Pauly-Wissowa S V, 0055.jpg
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Autrico. Einen sonst unbekannten Grammatiker dieses Namens lernen wir aus einem Briefe Frontos an M. Caesar kennen, in dem er sich rühmt, daß dieser ein Stück einer seiner Reden eigenhändig abgeschrieben habe. Er fährt dort im Hofton fort (p. 20 N., verbessert bei Ε. Ηauler Wien. Stud. XXXI (1909) 264. Mélanges Chatelain, Paris 1910, 622): Quid tale M. Porcio aut Quinto Ennio, C. Graccho aut Titio poetae, quid Scipioni aut Numidico, quid M. Tullio tale usu venit? quorum libri pretiosiores habentur et summam gloriam retinent, si sunt Lampadionis aut Staberii, Plautii aut D. Aurelii, Autriconis (aus aut Tironis; wie es scheint, ist darüber geschrieben ex Baecola) aut Aelii manu scripta exempla aut a Tirone emendata aut a Domitio Balbo descripta aut ab Attico aut Nepote. Nach der Gegenüberstellung der Schriftsteller und ihrer Bearbeiter (s. Hauler 267) muß A. sich mit den Reden des Scipio Aemilianus beschäftigt haben. Daß er aus Spanien stammt, lehrt außer der Glosse der Name, der sich in dem Stamm der Autricones oder Autrigones in Hispania citerior sowie auch in der gallischen Stadt Autrikon (Autricum) wiederfindet.