RE:Bruttius 11

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band III,1 (1897), Sp. 915
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11) Bruttia Crispina, die Tochter des C. Bruttius Praesens Nr. 6 (CIL X 408) und der Val]eria Mar[cia] Hostilia Crispina Moecia Cornelia, die Schwester des L. Bruttius Quintius Crispinus Nr. 9, wurde von Kaiser Marcus vor seinem Aufbruch in den sarmatischen Feldzug, aus dem er nicht wieder heimkehrte, seinem Sohne, dem nachmaligen Kaiser Commodus angetraut: Cass. Dio LXXI 33, 1. Hist. Aug. Marc. 27, 8. Die Inschrift CIL X 285 aus dem J. 177 ist ihr wohl erst als der Braut oder Gattin des Commodus gesetzt worden. Sie findet, nachdem Commodus zur Regierung gekommen ist, ihren Tod auf Capri, wohin sie wegen Ehebruchs von ihrem Gatten verbannt wurde: Cass. Dio LXXII 4, 6. Es ist allerdings nicht wahrscheinlich, dass ihre Verbannung und ihr Tod vor das Consulatsjahr ihres Bruders fällt, den dann der Kaiser doch wohl nicht gerade noch mit dem Consulat geehrt hätte.

Nachträge und Berichtigungen

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Band S I (1903), Sp. 259
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S. 911 zum Art. Bruttius:

11) Bruttia Crispina; nachzutragen ist die Erwähnung bei Herodian. I 8, 7. Auch Münzen giebt es mit dem Bild und Namen des Commodus und der Crispina, Cohen III² 388f. Eckhel VII 107. Die alexandrinischen Münzen bei Poole Engl. Münzkatalog, Alexandria 180, 1417, aus dem J. 181/2 geben den Terminus post ihrer Verbannung an. Crispina Augusta wird sie genannt auf africanischen Inschriften, CIL VIII 2366; Suppl. 16530.