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RE:Cameria

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Stadt in Latium
Band III,1 (1897) Sp. 14281429
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Zitierempfehlung
Christian Hülsen: Cameria. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft. Band III,1 (1897), Sp. 1428–1429, digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/RE:Cameria

Cameria oder (bei Tacit. und Plin. a. a. O.) Camerium (Καμερία Dion., Καμαρία Plut.; Einw. Camerinus, (Καμερῖνος), Stadt in Latium, angebliche Colonie von Alba Longa (Diodor. VII 5, 10 = Euseb. I 287 Schoene. Origo Gentis Romanae 17), öfters erwähnt in der Königszeit (Liv. I 38. Plut. Rom. 33 Dionys. II 50. III 51), zerstört von dem Consul Verginius 502 v. Chr. (Dionys. V 21. 40. 49) und seitdem wüst (Plin. III 68). Über die Lage ist nur aus Dionys. V 49 zu entnehmen, dass C. etwa 8 Stunden von Rom entfernt lag; aus dem Verhältnis, in dem es mit Fidenae Ficulea Crustumerium Nomentum erscheint, dürfen wir auf Lage zwischen Tiber, Anio und Sabinergebirge schliessen. Den ager optumus atque pulcherrimus der Camerini rühmt Cato bei Festus 234 M. Gewöhnlich setzt man es beim heutigen Palombara an, ohne zwingende Gründe: noch viel unwahrscheinlich ist Nibbys Ansetzung im Aniothal zwischen Tivoli und Vicovaro. Aus C. stammte, nach Tacit. ann. XI [1429] 24, die Gens Coruncania. Über das Cognomen Camerinus der Sulpicier vgl. Mommsen Röm. Forsch. I 292. Vgl. Nibby Dintorni di Roma I 353–358. Bormann Altlatinische Chorographie 257. 260. Mommsen Hermes XVII 43.