RE:Claudius 309

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band III,2 (1899), Sp. 2861
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309) Ti. Claudius Ti. f. Pal(atina) Quartinus, trib(unus) mil(itum) leg(ionis) III Cyrenaeicae, adlectus ab divo Traian(o) Parthico (98–117 n. Chr.) in splendidissim(um) ordin(em), q(uaestor) ur[b]an(us), [curi]o(? so dürfte vielleicht eher zu ergänzen sein als [VII vir epul]o, wie Renier vorschlug), aed. pleb., praetor, leg(atus) pro pr(aetore) provinc. Asiae, leg. divi Traiani Parthic. et imp. Caes. Traiani Hadriani Aug. (117–138) [iuridi]c(us) prov. Hispan. citerior. Tarra[con(ensis)] (in dieser Stellung erliess er am 7. October 119 ein Schreiben an die II viri von Pompaelo, CIL II 2959), [praep(ositus)?] iussu imp. Hadriani Aug. [leg. II Traian.] fort(i) et III Cyre[naic] .... (vgl. Trommsdorff Quaest. duae ad hist. leg. Romanar. spect. Diss. Lpzg. 1896, 36ff.; vielleicht commandierte C. diese beiden Legionen im J. 123, als ein Partherkrieg auszubrechen drohte, s. Bd. I S. 505). Die bisher aufgezählten Ämter enthält eine unvollständige Inschrift aus Lugudunum (CIL XIII 1802), die dem C. möglicherweise als Legaten der Lugudunensis gesetzt wurde (vgl. Renier zu Spon Recherche² 1857, 106f.). Später wurde C. Consul suffectus unter Hadrian, und zwar wahrscheinlich im J. 130 (19. März) mit [Ca]ssius Agri[ppa?] (CIL VI 2083 Acta Arv.; allerdings ist vom Namen nur Quarti . . . erhalten). Im J. 134 (16. Oct.) war er Legat von Germania superior (CIL III Suppl. p. 1979 dipl. L). Ein Rescript des Kaisers Hadrian an ihn wird citiert von Ulpian. Dig. XLVIII 18, 1, 2. Vielleicht ist er auch identisch mit dem Senator Quartinus, der am 15. October 138 einer Senatssitzung beiwohnte (S. C. de nundinis saltus Beguensis CIL VIII 270 = Suppl. 11451. vgl. Hirschfeld zu CIL XIII 1802). Ein Claudius Quartinus, kaum der Nämliche, wird als Eponymos von Aizanoi in Phrygien auf einer Münze dieser Stadt genannt, die zwischen 139 und 161 geprägt ist (Mionnet IV 212 nr. 106).