RE:Cornelius 322

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band IV,1 (1900), Sp. 1427–1428
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321) L. Cornelius Scipio. Im J. 402 = 352 wollten die Patricier angeblich die Wahl eines plebeischen Consuls verhindern und verschleppten [1428] sie längere Zeit; erst der elfte Interrex, L. Cornelius Scipio, hielt auf Anweisung des Senats die Comitien ab (Liv. VII 21, 1–4). L. Cornelius Scipio heisst dann bei Liv. VII 23, 1f., vgl. 24, 10 der patricische Consul des J. 404 = 350, der wegen einer schweren Krankheit seinem plebeischen Collegen die Führung des Keltenkrieges überlassen musste, und er mag mit jenem identisch sein. Aber sein Name steht nicht ganz sicher fest, denn Chronogr. Idat. Chron. Pasch. haben nur das Cognomen, aber Diod. XVI 56, 1 Γάιος Κορνήλιος und Cassiod. P. Cornelius, und man muss bei beiden Textverderbnisse annehmen. Vell. II 8, 2 sagt: censura Metellorum patruelium non germanorum fuit (vgl. o. Bd. III S. 1208 Nr. 84), quod solis contigerat Scipionibus. Diese Angabe kann sich kaum auf eine andere Zeit als die dieses Mannes beziehen, und da ausser ihm von den gleichzeitigen Scipionen P. Scipio Nr. 329 als der bedeutendste erscheint, so werden gewöhnlich diese beiden als Brüder (Söhne des P. Scipio Nr. 328) und Censoren des J. 414 = 340 angesehen (vgl. De Boor Fasti censorii 73f.). Unsicher bleibt diese Bestimmung immerhin, und da die sonstigen Notizen über dieses Brüderpaar Verdacht erregen, so könnte auch die Nachricht des Velleius überhaupt zu den Fälschungen der Familie gehören und als solche verworfen werden müssen.

Nachträge und Berichtigungen

Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band S I (1903), Sp. 330
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322) (Zu S. 1428, 29) Die Censur der scipionischen Brüder mit Fruin (Jahrb. f. Philol. CXLIX 115) schon 396 = 358 anzusetzen, liegt kein genügender Grund vor.