RE:Damaskos 3

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band IV,2 (1901), Sp. 2048
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3) Nach andern, ebd., ein menschlicher (ἀνήρ) Gegner des Dionysoscults; er hieb die vom Gotte in Syrien gepflanzten Weinstöcke mit dem Beile um, wurde zur Strafe dafür von Dionysos verfolgt, geschunden und zu einem Δαρμασκός (von δέρμα und ἀσκός) gemacht, woraus ‚durch Ausfall des ρ D. entstand‘; eine etymologische Legende, in verstümmelter Form erhalten. Sie ist auf D. wohl fälschlich übertragen und eignete ursprünglich dem zu ähnlichen Zwecken erfundenen Giganten Askos (s. d.), die bei Steph. Byz. ebenfalls, an erster Stelle, erzählt wird.

Nachträge und Berichtigungen

Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band S I (1903), Sp. 335
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S. 2048, 20 zum Art. Damaskos Nr. 3:

Anspielung auf diese Localsage bei Philodem. de piet. p. 39 Gomp., vgl. Schmid Philodemea (Jahresb. der St. Katharinenschule zu Petersburg) 6. Nach einer von Damasc. vit. Isid. § 200 ed. Westerm. (hinter dem Diog. Laert. ed. Cobet) mitgeteilten Sage hat die Stadt den Namen nach dem Schlauche des Dionysos empfangen, aus dem der Gott Wein strömen liess, um seine Gegner (Λυκοῦργον καὶ τοὺς ἑπομένους αὐτῷ Ἄραβας) zu bezwingen. Auch die Ableitung von dem Giganten Ἀσκός wird erwähnt; andere werden angedeutet.