RE:Dia 12

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band V,1 (1903), Sp. 299–300
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12) Als Gattin des Zeus ist D. auch kenntlich in ihrem Verhältnis zu Ixion, dem frechen Frevler, der sich der höchsten Göttin zu nahen wagt. Unsere Überlieferung hat das so geordnet, dass sie D. dem Ixion zum Weibe giebt, den Ixion zum Frevler an Hera und D. von Zeus Mutter des Peirithoos werden lässt. Ixion verweigert dem Schwiegervater das Brautgeschenk; als jener es holen will, lockt er ihn in eine Feuergrube, wo er zu Grunde geht, Pherekydes in Schol. Apoll. Rhod. III 62. Diod. Sic. IV 69, 3f. (Aischylos Ixion?). Schol. Il. I 268. Schol. Luc. d. d. 6. Zeus umkreist sie in Rossesgestalt und wohnt ihr bei; daher der Name des Sohnes Peirithoos, Schol. Il. I 263. 266. XIV 317 (dazu Tümpel Philologus LII 1893, 206f. Roschers Lex. d. Myth. II 1032f.). Eustath. Il. p. 101, 3. Schol. Od. XI 631. Schol. Pind. Pyth. II 21 (39). Hyg. fab. 155. Nonn. VII 125. Dass D. Kentaurin gewesen sei (Tümpel), ist ein Trugschluss, der schon im Altertum gemacht wurde. Das περιθέειν des Zeus ist Etymologie des Namens Peirithoos und nicht bedingt durch die Rossgestalt der D. Wo D. als Mutter des Kentauros erscheint (Schol. Il. I 266), wird sie menschlich gedacht, denn die Rossgestalt des Sohnes ist bedingt durch die beiden Väter Zeus und Pegasos. Vater der Ixionsgattin ist Eioneus (codd. häufig Deioneus [s. d.] u. ä.), vielleicht der Eponyme der Küstengegend (ἠιών), wonach dann D. auch wohl (secundär) als Eponyme von Dion gedacht worden wäre. Bei Nonn. VII 125 heisst sie Perrhaiberin. Aischylos behandelte die Ixion-D.-Sage in den beiden Dramen Περραιβίδες und Ixion. Zu ihr gehört ferner