RE:Domitius 26

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band V,1 (1903), Sp. 1333–1334
Lucius Domitius Ahenobarbus (Konsul 94 v. Chr.) in der Wikipedia
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26) L. Domitius Ahenobarbus, nach den Inschriften Cn. f., also ohne Zweifel Sohn von Nr. 20 und jüngerer Bruder von Nr. 21. Mit diesem zusammen wird er im J. 654 = 100 unter den Optimaten, die gegen Saturninus und Glaucia zu den Waffen griffen (Cic. Rab. perd. 21), und als Freund des Q. Metellus Numidicus und Empfänger eines Briefes desselben aus dem Exil genannt (Gell. XV 13, 6. XVII 2, 7). Um 657 = 97 war er Praetor und Statthalter von Sicilien und gab dort ein Beispiel von Strenge, indem er einen Hirtensclaven, der einen gewaltigen Eber erlegt hatte, anstatt ihn zu belohnen, wegen unerlaubten Waffentragens sofort kreuzigen liess (Cic. Verr. V 7. daraus Val. Max. VI 3, 5. Quintil. IV 2, 17). Im J. 660 = 94 war er Consul mit C. Coelius Caldus (Fasti Cap. [1334] Capuan. Inschr. CIL I 571, 16 = X 3772. Foedus Thyrrhacum IGS III 483 = Dittenberger Syll.² 327. Delische Inschr. Bull. hell. XXIII 67. Ascon. Cornel. p. 51. Obseq. 51. Chronogr. Idat. Chron-Pasch. Cassiod., vgl. auch [Q. Cic.] pet. cons. 11). Als Anhänger Sullas und der Optimatenpartei wurde er im J. 672 = 82 mit mehreren anderen hochangesehenen Männern auf Befehl des in Praeneste eingeschlossenen Consuls, des Jüngern C. Marius, von dem Praetor L. Iunius Brutus Damasippus an der Schwelle der Curia Hostilia niedergemacht (Vell. II 26, 2. Oros. V 20, 4. Appian. bell. civ. I 88; vgl. Liv. ep. LXXXVI u. a., die D. nicht ausdrücklich nennen).