RE:Konz

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band XI,2 (1922), Sp. 1344
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Konz (Conz), nahe der Mündung der Saar in die Mosel, s. o. Bd. IV S. 1153 Art. Contionacum. Vgl. Schneemann Bonn. Jahrb. V/VI (1844) 186ff. und ‚Das Röm. Trier und die Umgegend nach den Ergebnissen der bisherigen Funde‘ (1852) 73. Laven Trier und seine Umgebungen (1851), 307f. In den umfangreichen römischen Bauresten, ‚Burg‘ genannt, die man als ‚Kaiservilla‘ gedeutet hat, ist das Bruchstück einer Inschrift gefunden, CIL XIII 4212. Auch das Bruchstück eines Löwen, vermutlich von einem Grabdenkmal, stammt aus K.: Bonn. Jahrb. CV 248. Vier Verfügungen sind vom Kaiser Valentinianus I. im J. 371 n. Chr. erlassen Contionaci: Cod. Theod. II 4, 3. IV 6, 1. IX 3, 5. XI 1, 17 (vgl. Ritter Ausg. des Cod. Theod. I 1736 p. XCI. Hosius Mosella des Ausonius 23, 2). Eine kaiserliche Pfalz an der Mündung der Saar, also bei K., bezeugt Auson. Mos. 369 (sub Augustis muris; vgl. Hosius Aug. z. d. St.). Eine hier auf sechs Bogen ruhende Steinbrücke über die Saar bezeugt Auson. Mos. 92. – Zum (keltischen) Namen Contionacum vgl. den Art. –acus im Suppl.-Bd. III. Der Name weist auf vorrömischen Ursprung. Seeck Regesten der Kaiser und Päpste für die J. 311 bis 476 n. Chr. 131 nennt Contionacum ‚ein sonst ganz unbekanntes Örtchen, das wahrscheinlich im überrheinischen Barbarenlande lag‘(?).