RE:Laiacus

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band XII,1 (1924), Sp. 466
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Laiacus (erg. fundus), Laiacum, Ortsname in Gallien. In einer interpolierten Stelle einer Urkunde Karls d. Gr. aus der Zeit 774/800 n. Chr.‚ Mon. Germ. Diplom. Karolin. I p. 259, 8 (Copie 10./11. Jhdts.) ist genannt Laiacum villa, jetzt L’Hay oder Lay (Départ. Seine, Arrond. Sceaux), häufig findet sich der Name in späteren Urkunden. In einer Urkunde vom J. 875 heißt das Dorf Ley bei Vic in Lothringen Laiacum. Kaspers [Etymologn Unters. über] die mit (den Suffixen) –ācum‚ –ānum ... gebildeten nordfranz. Ortsnamen 1914 [1918] 97f. § 210, der den Ortsnamen ableitet vom Personennamen Laius, während Holder Altcelt. Sprachschatz II 122 als Grundform ‚Ladiacum oder Latiacum’ angenommen hatte. Vielleicht gehören auch die Ortsnamen Lay (Loire, Loiret) und Layat (Isère, Puy-de-Dôme), hieher: Kaspers 98.