RE:Lemannus lacus

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band XII,2 (1925), Sp. 1894
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Lemannus lacus (Caes. bell. Gall. I 2. III 1. Mela II 74. 79. Lucan. I 396. Plin. II 224. III 33; Λεμάνος λίμνη Cass. Dio XXXIX 5; Λεμάνη λίμνη Strab. IV 186. 204. 208. VI 271, bei Ptolem. II 10, 2 [wohl nur durch Schuld der Abschreiber] Λιμένη λίμνη), der durch den Rhodanus gebildete (Strab. Caes. Mel. Plin. a. a. O. und Auson. de clar. urb. 127) See an der Grenze von Gallia Narbonensis und Gallia Belgica, der mit dem Rhodanus die Grenze der alten römischen Provinz gegen das Land der Helvetier bildete. Die Alten glaubten, daß der Rhodanus sein Wasser gar nicht mit ihm vermischte (Mela II 79), jedenfalls, weil sich die Rhône bei ihrem Einströmen in den Genfersee wirklich eine ziemliche Strecke lang durch die Farbe des Wassers von dem des Sees deutlich unterscheidet. – Itin. Ant. (p. 348) wie auch Tab. Peut. verzeichnen eine Station lacus Lausonius (Itin. Ant.) oder Losannensis (Tab. Peut.); offenbar ist damit Lousonna, h. Lausanne gemeint. – Die älteste Nachricht über die Gegend bei Avien. or. mar. 674ff., wo der Lemenicus (so statt hsl. Temenicus) ager genannt ist. Norden Die germ. Urgesch. in Tac. Germ. 472ff.