RE:Longinianus 2

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band XIII,2 (1927), Sp. 14001401
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2) Flavius Macrobius Longinianus (Dessau 797 = CIL VI 1188–1190), als Comes sacrarum largitionum nachweisbar am 23. Dezember 399 (Cod. Theod. VI 30, 17). Als Praefectus urbis Romae stellte er die Mauern und Tore her, als der Goteneinfall des J. 401 die Sicherheit der Stadt gefährdete (Claud. de VI cons. Honor. 531. Paulin. Nol. natal. VIII 103. 113). [1401] Da die Inschriften der Tore, die dies feiern (Dessau a. a. O.), nur die Namen der Kaiser Arcadius und Honorius, nicht auch Theodosius II. nennen, müssen sie gesetzt sein, ehe dieser am 10. Jan. 402 auf den Thron erhoben wurde oder doch, ehe man in Rom davon Kunde hatte. Als Reichspraefect von Italien ist L. nachweisbar vom 11. Jan. bis zum 24. März 406 (Cod. Theod. XIII 7, 2. 11, 11. VII 18, 15), bekleidete aber dieses Amt noch, als er am 13. Aug. 408 von den aufrührerischen Truppen in Ticinum ermordet wurde (Zosim. V 32, 7). Er gehörte zum Freundeskreise des Stilicho (Symmach. epist. VII 93); nach dessen Sturz ist daher auch sein Name auf den Inschriften der Stadttore Roms teilweise radiert worden (Dessau a. O.). An ihn gerichtet Symmach. epist. VII 93–101.