RE:Lugudunum 4

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band XIII,2 (1927), Sp. 1724
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4) Lugdunum, Itin. Anton. p. 368. Tab. Peut. Λουγόδεινον Βαταυῶν, Ptolem. II 8, in der Antonin. Route nach Argentoratum als Caput Germaniarum, d. h. als Ausgangspunkt bezeichnet (Miller Itineraria Romana 41). Die Römer hatten auf der Bataverinsel Kastelle und mehrere große, schon zu Vespasians Zeiten von vielen römischen Kaufleuten begangene Heerstraßen. Die L. ist nicht, wie gewöhnlich angenommen wird, im Namen der heutigen Stadt Leyden erhalten (Miller a. a. O. folgt der alten Ansicht. Jedoch ist von der niederländischen Ortsnamenforschung die übliche Herleitung auf Grund der alten Namensformen von Leyden als unmöglich erwiesen). Wo L. lag, ist nicht sicher. J H. Holwerda (IV. Bericht der römisch-german. Komm. 1908, Frankfurt 1910, 89f.) findet Praetorium Aggripinae, das nach den Straßenverzeichnissen dicht vor Leyden als letzte Station lag, in der römischen Ruine auf Arentsburg (bei Voorburg): demgemäß sucht er L. in der Nähe des Haag; es sei vom Sande der später landeinwärts verstaubten Dünen bedeckt. Vgl. desselben Verfassers Abhandlung in Bijdragen voor Nederlandsche Geschiedenis en Oudheidkunde von M. Nyhoff 1908.