RE:Olympokome

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band XVIII,1 (1939), Sp. [1939 258]
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Olympokome, Ort im phrygisch-pisidischen Grenzgebiet, nur bekannt durch das Ethnikon Ὀλυμποκωμήτης auf Tekmoreier-Inschriften aus Gundani und Saghir nördlich vom Hoiran Göl, Sterret Papers Americ. School, Athens III (1888) nr. 366, 26. 31 Ὀλυνποκωμήτης). nr. 372 ([Ὀλυμπο?]κωμήτου). nr. 376, 7 (Ὀλυνποκωμ[ή]το[υ]), vgl. u. Bd. V A S. 159, 14f. Nr. 2. 14. 18. Ramsay Aberdeen Univer. Stud. XX (1906) 368; Geogr. Journ. London LXI (1923) 295f. entnimmt aus dem Namen, daß O. in der Nähe eines Berges Olympos gelegen haben muß. Nun ist weiter ein heiliger Georgias Limniota (Γεώργιος ὁ Λιμνιώτης) bekannt, der ἐν τοῖς Ὀλυμπίοις ὄρεσι als Einsiedler lebte und ungefähr im J. 735 den Märtyrertod starb, Acta Sanctorum 24. August S. 841f. Dessen Beinamen bringt Ramsay mit den Limnai (wahrscheinlich der Name für den Doppelsee Hoiran- und Egerdir-Göl, s. o. Bd. XIII S. 569, 60f.) zusammen. Am Nordufer des von Osten her in diesen vorspringenden Ausläufers des Sultan Daghs hat er eine Höhle gefunden, in der jetzt die Panagia verehrt wird. Dort hat seiner Meinung nach Georgios Limniota gelebt, daher sein Beiname. Weiter ergibt sich daraus, daß der Sultan Dagh Olympos geheißen hat; dort in der Nähe müßte dann O. gelegen haben. Wenn auch vieles in diesen Ausführungen unsicher ist, so sprechen sie als Ganzes doch an.