RE:Sebulon

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band II A,1 (1921), Sp. 969–970
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Sebulon זבלון‎, LXX Ζαβουλων, nach der genealogischen Sage des Alten Testaments der 6. Sohn Jakobs von der Lea, Gen. 30, 20, einer der Stämme Israels. In der Geschichte begegnet S. zum erstenmal in der Deboraschlacht, Richter 5, 14ff. Richter 12, 11ff. kennt einen Richter Elon aus Ajjalon in S.; Richter 6, 35 sind Leute aus S., in jüngerem Text, Begleiter Gideons im Kampf gegen die Midianiter. In der Bezirksliste Salomos 1. Kön. 4 ist S. nicht erwähnt, wohl weil mit Issachar vereinigt, hinter dem S. häufig genannt wird (Gen. 35, 23. Ex. 1, 3). Im sogenannten Segen Mosis, etwa aus dem 8. Jhdt.‚ treibt S. Seehandel, was ihm und seinem Nachbar Issachar zum Nutzen gereicht, Deut. 33, 18ff. Nach diesem Texte erstreckt sich S.s Gebiet damals bis ans Mittelmeer. Der Berg, auf dem S. mit Issachar Opferfeste feiert, ist der Kamel, bzhw. Tabor. Hos. 5, 1 verurteilt den Kult auf dem Tabor. Vermutlich ist das Land S. 734/3 von Tiglat Pileser zu dem neuassyrischen Reich zugeschlagen werden. Das Gebiet S. reichte etwa vom Karmel zum Tabor und bis zum Tiberiassee. [970] Die Grenzangaben Jos. 19, 11ff. sind schwer verständlich und verderbt. Das kleine, aber fruchtbare Stammland wurde von wichtigen Handelsstraßen durchzogen, welche den Osten mit dem Mittelmeer verbanden Jes. 8, 23. Als Geschlechter S.s nennt der sog. Priesterkodex (P) Sered, Elon und Jachleel, Gen. 46, 14. Num. 26f.

[Beer.]