RE:Valerius 389

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band VIII A,1 (1955), Sp. [VIII_A,1 243]
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389) Valeria war die Tochter eines Valerius Messalla und einer Hortensia, der Schwester des 640 = 114 geborenen Redners Q. Hortensius (Plut. Sulla 35, 6 mit der o. Bd. VIII S. 2481, 43ff. begründeten leichten Änderung von ἀδελφή in ἀδελφῆς), und hatte zum Bruder den 652 = 102 geborenen M. Messalla Nr. 268 (Val. Max. V 9, 2, s. dazu Röm. Adelspart. 397f.). Bei dem frühen Heiratsalter der Römerinnen, zumal des hohen Adels, war sie bereits von einem ersten Manne geschieden, als sie 675 = 79 noch in voller Jugendblüte den fast sechzigjährigen Sulla durch ihre Schönheit und Koketterie so zu bestricken wußte, daß er sie zu seiner fünften Gemahlin erkor (Plut. 35, 5ff.). Selbstverständlich war auch ihre hochadlige Herkunft (ebd.) für Sullas Entschluß von ähnlicher Bedeutung wie bei seiner vierten Ehe die der Caecilia Metella (o. Bd. III S. 1235; Adelspart. 424), und an seinem ausschweifenden Lebenswandel änderte die Heirat nichts (Plut. 36, 1). Nach seinem schon im Frühjahr 676 = 78 erfolgten Tode brachte V. eine Tochter zur Welt, (Cornelia) Postuma (ebd. 37, 7). Keine von beiden wird später noch erwähnt.