RE:Varius 14

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band VIII A,1 (1955), Sp. [VIII_A,1 407]
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14) Varius Ligur, spielte nach den Erwähnungen des Tacitus – keine andere Quelle berichtet über ihn – in der frühen Kaiserzeit eine recht unrühmliche Rolle. Eine sonst nicht weiter bekannte Aquilia wurde im J. 25 von Tiberius wegen Ehebruchs mit V. verurteilt und in die Verbannung geschickt (Tac. ann. IV 42, 3). Daß er zu den Denunzianten im Zeitalter des Tiberius gehört habe, können wir aufgrund des vorliegenden Materials nicht behaupten; wir wissen nur, daß im J. 34 zwei berüchtigte Ankläger ihre Strafe fanden, weil sie von Ligur Geld genommen und deshalb eine Anklage unterlassen hatten (Tac. ann. VI 30, 1). Vielleicht war er der Sohn eines Valerius Ligur, der nach Dio LX 23 unter Augustus praefectus praetorio war und den Princeps in die Curie begleiten mußte. Möglicherweise ist V. auch identisch mit dem P. Varius P. f. Aem. Ligur filius, der dem Tiberius Caesar, dem Enkel des Kaisers Tiberius, zu Alba Pompeia eine Statue setzte (CIL V 7598). Das vorliegende Material reicht jedoch zu einer sicheren Entscheidung nicht aus.