Reise-Lied

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Textdaten
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Autor: Joseph von Eichendorff
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Titel: Reise-Lied
Untertitel:
aus: Aus dem Leben eines Taugenichts und das Marmorbild. Zwei Novellen nebst einem Anhange von Liedern und Romanzen. S. 207-208
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1826
Verlag: Vereinsbuchhandlung
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Erscheinungsort: Berlin
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
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Quelle: Universitätsbibliothek Greifswald, Signatur: 520 Bn 420; Djvu auf Commons
Kurzbeschreibung:
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[207]

 Reise-Lied.

Durch Feld und Buchenhallen,
Bald singend, bald fröhlich still,
Recht lustig sey vor allen
Wer’s Reisen wählen will!

5
Wenn’s kaum in Osten glühte,

Die Welt noch still und weit:
Da weht recht durch’s Gemüthe
Die schöne Blüthenzeit!

Die Lerch’ als Morgenbote

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Sich in die Lüfte schwingt,

Eine frische Reisenote
Durch Wald und Herz erklingt.

O Lust, vom Berg zu schauen,
Weit über Wald und Strom,

15
Hoch über sich den blauen

Tiefklaren Himmelsdom!

[208]

Vom Berge Vöglein fliegen
Und Wolken so geschwind,
Gedanken überfliegen

20
Die Vögel und den Wind.


Die Wolken zieh’n hernieder,
Das Vöglein senkt sich gleich,
Gedanken gehn und Lieder
Fort bis in’s Himmelreich.