Schacken-Sage

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
<<< >>>
Autor: Theodor Storm, Theodor Mommsen
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Schacken-Sage
Untertitel:
aus: Schleswig-Holsteinische Sagen, in: Volksbuch für das Jahr 1844, mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg, S. 89
Herausgeber: Karl Leonhard Biernatzki
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1844
Verlag: Schwers’sche Buchhandlung
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Kiel
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans auf Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite
[89]
Schacken-Sage.

Man hat viele Sagen von dem alten gräflichen Geschlecht Schack, von denen wir jetzt nur Eine mittheilen wollen. – Des Grafen Schack auf Gramm ältester Sohn liebte die schöne Tochter des Müllers im Dorfe und wollte sie heirathen; aber so lange der Vater lebte, wußte er, daß an die Ehe nicht zu denken war, und der Vater wollte nicht sterben. Da wurde ihm erzählt, wer die Mitternacht zwischen dem alten und dem neuen Jahre betend in der Stammgruft verharre, der werde in die Gruft versinken sehen, wer das Jahr über von der Familie sterben werde; und so beschloß er zu thun. In der nächsten Neujahrsnacht ging er in die Kirche hinein und stieg in das Grabgewölbe, wo er eifrig betete, in der Hoffnung, wenn es Mitternacht schlüge, seinen Vater einsinken zu sehen. Aber als es zwölf geschlagen, hört er draußen aus dem Kirchhofe ein Geräusch und sieht seine Braut, die Müllerstochter, im Sterbekittel sich in ein Grab legen. Da wurde er tiefsinnig, seine Braut aber starb im neuen Jahr.