Sehnsucht (Wünschelruthe)

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Textdaten
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Autor: Carl August Heinrich Zwicker
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Titel: Sehnsucht
Untertitel:
aus: Wünschelruthe – Ein Zeitblatt. Nr. 47, S. 185
Herausgeber: Heinrich Straube und Johann Peter von Hornthal
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1818
Verlag: Vandenhoeck und Ruprecht
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Erscheinungsort: Göttingen
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Quelle: Scans auf Commons
Kurzbeschreibung:
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Sehnsucht.







     Oft wollt’ ich mit den Blümchen sprechen,
Die sinnig auf der Wiese stehn -
Es wird das arme Herz mir brechen,
Denn ich muß stumm vorübergehn!

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     Den Sternlein möcht’ ich es vertrauen

Warum die Wangen mir verblühn -
Wenn sie auch freundlich niederschauen,
Sie müssen schweigend weiter ziehn.

     Und in dem Walde hört’ ich’s rauschen,

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So heimlich flüstert’ es, so lieb;

Mit mir wollt’ es kein Wörtchen tauschen
Wenn ich auch lange schweigend blieb.

     Durch grüne Büsche schlüpft behende
Die kleine Nachtigall und singt;

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Ich fragte, ob ich Antwort fände -

Verstehe nicht was widerklingt. -

     Da wollt’ ich nur das Bächlein fragen,
Das kosend mit den Lüften spricht -
Vielleicht es hörte meine Klagen,

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Doch Antwort gab das Bächlein nicht.


     Ach möcht’ ich doch so gerne sprechen,
Und, keiner keiner hört mein Flehn: -
Es wird das arme Herz mir brechen
Denn ich muß stumm vorübergehn !

Z.