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Liste.png Andreas Ulrich Mayer, Gerard van Swieten: Abhandlung des Daseyns der Gespenster, nebst einem Anhange vom Vampyrismus

(No Sr) 19 rur christlichen Religion hinüber gebracht. . Einige Väter, welche der Philosophen Grundsätzen anhiengen, haben ihre Lehre verfechtet, in soweit sie dem Glauben nicht entgegen stunde, Geister und Gespenster zugelassen, ja sogar das Daseyn der Waldgötter und die Buhlschaften derselben mit den Menschen behauptet. Gregorius, der Große, in seinen Gesprächen, 9) der ehrwürdige Beda in seiner Historie von Engelland, haben in den mittlern Zeiten der Gespenstergeschichte einen neuen Zuwachs ertheilet, da sie alles nachgeschrieben, was die gemeine Sage verbreitete, r) Johann a Voragine, Cäsarius ab Heisterbach, und andere mehr haben in den neuern Zeiten neue Zusätze geschändet. Zu unseren Zeiten endlich hat der bekannte Cochem, ein vortreflicher Herolder Gespenster, §) der noch manchem Buchhändler das Brod geC r ben ^) Es jst erst noch ein Zweifel, ob die 4. Bücher cle virtutibus 6r mirscn-n Ns 8nnLtoru,n eine ächte Geburt dieses heiligen Lehrers find. Der gelehrte Jesuit Anton Posseviuus will in seinem Hppsrstu iscro kol. 66z. diese von den H. Gregorius mit seinem Diacon Petrus gehaltene, und der kongobarben Königinn Fendelina überschickte Gespräche für ein unterschobenes Werk erkennen.

r) sutliorn. Isbantar ioteröumn oneri 6cce<iuvtn vul^oque interäuw mäulxentn czuL ego 6e Qre^orio öc keän jure fortsffe äicere poffum, guun jlle in visloßis, die in kiillorin ^nxlcrrum vul^o 6c creäitn mirnculn tcribuvt. ^e/c/iio^ Lpi/c. 7Aeo/oF. L. c. 6.

,) Ich erinnere mich, daß eia grundgelehrter Mann dieses Unheil über die röche-mische Bücher sällete. P. Cochem, sagte er, war ein Mann von einer sehr fruchtbaren Einbildung, und sehr magern Beurthrilungskrast. So ungerecht den Cochemitrn dieses Unheil scheinen mag, so. ist es doch die pur lautere Wahrheit. Bald sperret er in seinen Geschichten den Ort des Fegfeuers auf. Bald läßt er einen Soldaten, mit Namen Ornus, dahin marschiren. Teufeln und Seelen, so hart es sie auch immer mag angekommen feyn, einen Lnstkörprr zu künsteln, weil das Feuer die Loft sehr verdünnet, müssen ihm sichtbar werden, mnd sogar in das

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Andreas Ulrich Mayer, Gerard van Swieten: Abhandlung des Daseyns der Gespenster, nebst einem Anhange vom Vampyrismus. , Augsburg 1768, Seite 19. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Abhandlung_des_Daseyns_der_Gespenster.djvu/019&oldid=2866423 (Version vom 1.8.2016)