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Becher Rum, sonst nicht reden. Ich Wort halten. Mistre also geben Rum …“

„Scher’ dich zum Teufel, Gauner!!“ – Da fiel das Fell herab und Coy verduftete schwer enttäuscht.

Aber seine Andeutungen, daß Chubur, der große Melancholiker, noch mehr aus dem bunten Inhalt seiner Erinnerungskiste hervorgekramt habe, ließen mir doch keine Ruhe. Es konnte sich ja in der Tat um etwas Wichtiges handeln, und es konnte viel davon abhängen, daß Joachim und ich recht bald darüber genau unterrichtet würden.

Joachim Näsler … Der Anstoß zu dieser neuen Wanderung ins Land des Ungewissen. Da meldete er sich schon, lag jetzt, den Kopf in die Linke gestützt, auf seinem bescheidenen Lager und meinte: „Abelsen, ick habe allens jehört … Rufen Sie Chubur.“

Seine nachlässig-selbstsichere Art, mit der er mir nun zum zweiten Male zu verstehen gab, daß er sich mir überlegen fühle (das erste Mal war’s sein kurzes Abbrechen unseres Gesprächs über die Mörderfamilie gewesen), ärgerte mich nur wieder einen Augenblick. Weiß Gott, er hatte bei all seiner … ja, Schnoddrigkeit war hier die treffende Bezeichnung, doch etwas Unnennbares an sich, das ich mehr fühlte als genau definieren konnte und dem ich mich widerstandslos beugte.

Ich trat in den prasselnden Regen hinaus.

„Chubur …!! Chubur …!“ – Die Büchse hatte ich im Arm …

Keine Antwort …

Die volle Mondscheibe schwamm über mir als verwaschener Fleck in der Finsternis. Meine Augen

Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Das Geheimnis des Meeres. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1930, Seite 36. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Das_Geheimnis_des_Meeres.pdf/36&oldid=- (Version vom 31.7.2018)