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Fährten unsichtbar machen … Du kannst es. Gehen wir …“

Nicht ein Wort mehr sprachen wir bis zu unserem Zelte unter den Buchen im schmalen Tale.

Und vor dem Zelte, festgebunden mit Riemen, die Beine kurz gefesselt, zwei rotbraune langhaarige Guanacos, daneben zwei Lämmer … Muttertiere mit ihren Jungen.

Coy war stolz. „Da sind sie …! Coy kennen das … Wenn Lämmer haben, Muttertiere folgen, Mistre Abelsen, nur müssen sein Riemen am Fuß, daß nur können gehen …“

Allan schlief. Aber die Guanacos und die Lämmer machten ihn rasch munter, als Coy ihm zurief, was er vor dem Zelte finden würde.

So brachen wir denn um drei Uhr morgens mit unseren Lasttieren auf. Zuerst wollten die Guanacos, die zur Lama-Familie gehören und auch deren Eigentümlichkeiten besitzen, nicht viel von den Traglasten wissen, versuchten auszukeilen, bissen, spuckten und wurden erst willig, als Coy und ich je eins der Lämmer am Strick hinter uns her zogen. Die Tierchen blökten kläglich, und der Mutterinstinkt der beiden Guanacos und die Stockhiebe, von Joachim und Allan ohne Roheit ausgeteilt, taten das übrige. Nach einer halben Stunde ging’s schon recht flott voran. Unsere kleine Karawane vermied alle grasreichen Stellen, und als wir dann noch in einem Bergbach eine Strecke abwärts in ein kahles Tal gestiegen waren, schwor Coy tausend Eide, daß nicht einmal ein Schweißhund uns finden würde. Er behielt recht. Wir merkten nichts mehr von den Verfolgern.

Vier Tage folgten, die ich hier übergehen kann. Dann zwang uns ein Sturm, der uns auf einer

Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Das Geheimnis des Meeres. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1930, Seite 94. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Das_Geheimnis_des_Meeres.pdf/94&oldid=- (Version vom 31.7.2018)