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strengstens darauf, daß niemand von den Rindfleischens sich bei ihnen einschmuggele. Im Sinn für aristokratische Exklusivität, haben die Amerikaner uns Europäer vielleicht schon überflügelt. Ein jeder, der etwas auf sich hält, muß hier in der Wahl seines Umgangs auch deshalb selbst so streng sein, weil die Amerikaner niemand haben, der die nötige erhabene Stellung einnimmt, um einem anderen den allgemein gültigen sozialen Segen erteilen zu können. Ich hörte kürzlich eine Amerikanerin sagen, das sei in europäischen Städten, wo es Höfe gibt, so bequem, da könne man ruhig all die Leute kennen, die zu den kleinen, auserlesenen Hofgesellschaften befohlen würden (nicht etwa zu den großen Aufwaschefesten, da liefe zu vieles mit durch); aber von denen, die auf der kleinen Liste ständen, könne man mit Sicherheit annehmen, daß sie sozial wünschenswert seien. Aber in Amerika gibt es kein offizielles soziales Haarsieb.

Bei Mr. Bridgewater wird offenbar sehr fein gesiebt, und ich habe da angenehme Menschen getroffen. Ich glaube, die Gäste waren alle reich. Ich habe aber für diese Annahme nur den einen Anhaltspunkt, daß sie vieles als durchaus selbstverständlich ansahen, von dem ich weiß, wie schrecklich teuer es hier ist. Keiner von ihnen erwähnte

Empfohlene Zitierweise:
Elisabeth von Heyking: Briefe, die ihn nicht erreichten. Verlag von Gebrüder Paetel, Berlin 1903, Seite 60. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:De_Briefe_die_ihn_nicht_erreichten_Heyking_Elisabeth_von.djvu/61&oldid=- (Version vom 31.7.2018)