Seite:Die Staats-Verträge des Königreichs Bayern von 1806 bis 1858.pdf/1045

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Bezüglich des Transportmaterials soll die Gleichmäßigkeu in der V.^eise hergestellt werden, daß die zum Waarentransport bestimmten Wagen ohne Hinderuiß von der einen Bahn aus die andere übergehen können.

Zur Erzielung der größtmöglichsten Uebereinstunmung in den Eon. s...rnettonsv.erhältnissen der beiderseuigen Eisenbahnen und ihres Zubehörs s.auen die mu der Ausführung beanstragten Technuer sich gegenseitig die detaillirten Banpläne über die Grenzstrecken und sonstige hieraus bezügliche Nachweise mitteilen, auch während des Baues in stetem Benehmen mit einander bleiben.

Art. 4. Die bayerische Regierung verpstichtet sich, den Ban der Angsbnrg- Ulmer Verbindungsbahn dergestau zu sördern, daß die Eröff- nung derselben gleichzeiug mit^ der Eröffnung des regelmäßigen Betriebes auf der ganzen Bahnlinie von Ulm bis in die großherzoglich badische Hanptbahn ersolgen kann.

Art. 5. Der Wechsel des beiderseitigen Transportmaterials stndet in dem Bahnhose zu Ulm stau.

Der königl. bayerischen Betriebsverwauung steht die Mitbenützung aller für den gemeinschastlichen Dienst bestimmten Gebände und Einrich- tmtgen in diesem Bahnhose. insbesondere die Einsteighalle mit den dazu gehörigen Betriebslokautäten. der Umladehalle, der Lade-Rampe und der Wasserleitung zu.

Art. 6. Die für den abschließenden Gebranch der bayerischen Be- ttiebsverwauung in Ulm nötigen Lokalitäten, insbesondere Remisen znr Unterbringender nötigen Lokomotiven, Waggons und des sonstigen Betriebs -Materials, eine Niederlage für Fenerungs-Material, dann die forderlichen Lokalitäten für Unterbringung des Anssichtspersonals werden nach vorgängiger näherer Feststellung dnrch die beiderseitigen Banbehörden von der königl. württembergischen Regierung hergestellt werden.

Die Unterhaltung dieser Banobjekte steht der bayerischen Betriebs- Verwaltung zu.

Art. 7. Für die der bayerischen Regierung znstehende Mitbenntzung der Einsteige- wie Ladehalle, dann der Passagier -Lokalitäten, Brnnnen n. st w. hat dieselbe keine Vergütung zu entrichten^ sie hastet jedoch für solche anßerordenuiche Beschädigungen, welche nicht dnrch Znsall oder den ordnungsmäßigen Gebranch, sondern dnrch Verschnlden ihres Personals allensalls herbeigesührt werden könnten.

Art. 8. Ueber die Einrichtung des Abstrtigungsdienstes in ulm werden noch vor der Erössnung des regelmäßigen Betriebes die beider- seitigen Betriebsverwaltungen die nöthige Vereinbarung tressen.

Art. 9. Es soll die Anordnung getross^n werden. daß sowohl ganze

Güterzüge. als auch einzelne Transportwagen mit ganzer Ladung aus

Empfohlene Zitierweise:
Verschiedene: Die Staats-Verträge des Königreichs Bayern von 1806 bis 1858. Regensburg: Friedrich Pustet, 1860, Seite 601. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Staats-Vertr%C3%A4ge_des_K%C3%B6nigreichs_Bayern_von_1806_bis_1858.pdf/1045&oldid=- (Version vom 31.7.2018)