Seite:Ein kurtzweilig lesen von Dyl Vlenspiegel.djvu/172

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

kumen / thů wol / vnd arbeit fleißig / vnd bang die fier bretter vff dz kontor / vff dz gnauwest zůsamen in den leim. vlenspiegel sagt ia. Welche bretter gehoeren zůsamen. Der meister legt im die vff einander / die zůsamen gehorten vnd gieng mit seiner hußfrawen zů der hochzeit. Vlenspiegel[1] der frum knecht / der sich allzeit mer fleiß sein arbeit widerwertig zůthůn / dan recht / fieng[2] an vnd durchboret die schoenen krusen tisch / oder kontorbretter / die im sein meister vffeinander gelegt het an drei oder vier enden / vnd schlůg sie in bretbloecher vnd verkydeit die zůsamen / vnd soud da leim in eim grossen kessel vnd steckt die bretter daryn / vnd trůg die oben ins huß / vnd stieß die oben zum fenster vß / dz der leim an der sonnen trucken solte werden / vnd macht zeitlich feirabent. Des abentz kam der meister heim vnd het wol getruncken / vnd fragt Vlenspiegeln wz er den tag gearbeit het. Vlenspiegel sagt / meister ich hon die vier dischbretter vff dz gnawest zůsamen in den[3] leim bracht / vnd[4] bei gůter zeit feirabent gemacht / dz gefiel dem meister wol vnd sagt zů seiner frawen: Dz ist ein rechter knecht dem thů gütlich / den wil ich lang behalten / vnd giengen da schlaffen. Aber des morgens / da hieß der meister vlnspiegeln den tisch bringen / den er bereit vnd[5] gemacht het. Da kam vlnspiegel mit seiner arbeit von der büne ziehen. Als nun der meister sah / dz im der schalck die bretter verderbt het sprach er Knecht hastu auch schreiner handtwerck gelernt. Vlenspiegel antwurt / wie er also fragt. Ich frag darumb dz du

mir so gůte bretter[6] verderbt hast. Vlenspiegel sprach. Lieber

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Vlesplegel
  2. Vorlage: fieg
  3. Vorlage: de
  4. Vorlage: ond
  5. Vorlage: vn
  6. Vorlage: bretttr
Empfohlene Zitierweise:
unbekannt: Ein kurtzweilig lesen von Dyl Vlenspiegel. Straßburg 1515, Blatt LXXXVIv. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Ein_kurtzweilig_lesen_von_Dyl_Vlenspiegel.djvu/172&oldid=- (Version vom 31.7.2018)