Seite:Einige Bruchstücke, als Beyträge zur ältern Geschichte des Fränkischen Adelichen Geschlechts der Freyherren von Seckendorf.pdf/16

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„Und lat euch alle sach Befohlen seyn, wie dann mein sunder vertrauen zue euch steet, wie mir nicht zweifelt, undt Grüst mir Ewer Haußfrau, das Annala, Kaßel, die Braut Margatla vnnd vort an etc.“

Aufschrifft.
Vnnßerm Hoffmeister zue Onolzbach Rath undt Lieben Getreuen Hannßen von Seckendorf Aberdar, Ritter etc.


Im Jahr 1522 Dienstags nach Simonis und Judä bat Hanns von Seckendorf die Marggräflichen Gebrüdere, ihn Vertragsmäßig, wegen Alters und Schwachheit der Statthalterschaft zu entledigen, er wiederhohlte dieses Ansuchen bey Marggraf Casimirn im nämlichen Jahr Freytags am Allerheiligen Abend; allein seine Bitte wurde nicht gewährt, vielmehr ersuchten ihn die Fürsten eigenhändig, diese Stelle noch fernerhin zu behalten, wozu er sich dann auch bewegen ließ.

Viele milde Stiftungen zu Seelmessen und dergleichen hatte dieser biedre Mann, als Katholike veranstaltet, die sich jetzt mit seinem neuen Glaubensbekenntnisse nicht vereinbaren lassen wollten. Er hätte sie einziehen und aufheben können; allein hiezu dachte er zu edel, er suchte ihnen vielmehr eine