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33. Kehlmünz,

Weiler in der Pfarrei Kleinhaslach. Der 6. Abt Werner (s. dort) kaufte 1235 daselbst Gefälle von Rudolf von Leonrod und ließ sich den Kauf vom König Heinrich VII., seinem Gast, bestätigen. Im Ganzen erwarb das Kloster dort vier Höfe.


34. Kirschendorf,

Weiler bei Immeldorf. Das Kloster erwarb dort nur ein Anwesen.


35. Kleinhabersdorf,

Weiler in der Pfarrei Kleinhaslach. Der 20. Abt Stromer (s. dort) erhielt daselbst 1398 vom Vogt Friedrich Methsieder zu Onolzbach ein Anwesen zum Geschenk, die einzige dortige Errungenschaft.


36. Kleinhaslach,

bis in die Reformationszeit Filial von Großhaslach, dann von Dietenhofen, jetzt eine eigene Pfarrei. Im 13. Jahrhundert waren mehrere Dorfherren daselbst begütert; nach und nach wurde aber das Kloster fast alleiniger Dorfherr. 1233 schenkte ihm Sifrid Pfinzing von Nürnberg ein Prädium in Blindenhaslach (Kleinhaslach). 1253 kaufte es dort einen Hof von Friedrich von Beigerbach. Zur Zeit des 12. Abts (s. dort) kaufte der Nürnberger Bürger Ringer für 20 Pfund Heller Gefälle in Kleinhaslach und schenkte sie dem Kloster. 1258 wurde das Kloster wegen eines dortigen Hofes von Gottfried und Erkinger von Sansaum (Sainsheim) angefochten. Der Bischof von Würzburg entschied gegen diese. 1302 verkauften die Gebrüder Heinrich, Rudolf und Konrad von Bruggberg Gefälle vom Sandhof zu Kleinhaslach für 50 Pfund Heller an das Kloster. Einen andern Hof kaufte Hans von Leonrod 1419 von einem Nürnberger; Bernhard von Leonrod verkaufte ihn 1505 an den Wirth Glatz zum Steinhof in Heilsbronn und die Relikten desselben an das Kloster. In dieser Weise erwarb das Kloster 15 Anwesen, den größten Theil des Dorfes. Es wurde aber auch hier, wie allenthalben, wegen seiner privilegirten Zehntbefreiung

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Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 2). C. H. Beck’sche Buchhandlung, Nördlingen 1879, Seite 228. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Georg_Muck_-_Geschichte_von_Kloster_Heilsbronn_(Band_2).pdf/230&oldid=- (Version vom 1.8.2018)