Seite:Georg Muck - Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 2).pdf/442

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

Oettingen in Dornberg, einen Hof und zwei Söldengüter, und 1456 die Trautmannswiese zwischen Desmannsdorf und Claffheim von dem Bürger Muselt zu Onolzbach. Das Kloster erwarb in Claffheim sechs Anwesen, welche im 30jährigen Kriege insgesammt verödeten; die Besitzer zogen in den Jahren 1632 bis 37 weg und starben auswärts. „Hans Schöberleins Wittwe ist vorhanden und bettelt.“


9. Dierersdorf,

Tirolsdorf, Weiler bei Herrieden. Der Erzbischof von Anavarsen schenkte dem Kloster (s. beim 19. Abt Arnold) Güter bei Rohr, Ammerndorf etc. Daß das Kloster auch Güter in Dierersdorf von ihm erhielt, erhellt aus folgender Urkunde: „Ich Heinrich Schenk von Lutershusen, Ritter, und Margaretha von Lemberge, meine Wirthin, thun kund, daß wir verkauft haben dem Herrn Heinrich, Erzbischof von Anvaraze[1] und dem Abt und Convent zu Halsprun die Güter hernach geschrieben: 1. zu Tyrolßdorf, da Hofmann aufsitzt und jährlich eine Malter Korn etc. Herrieder Maß gibt; 2. zu Neusezze bei Oberbach (Burgoberbach), mit dem Holz, das gelegen ist in Steinbach. Dafür sie uns gegeben vierthalbhundert Pfund der alten Währung. 1376.“ Die unterschriebenen Bürgen (Hans Schenk, des Verkäufers Bruder, vier Herren von Muhr etc.) machten sich verbindlich erforderlichenfalls in Onolzbach zu laisten.


10. Dürrnhof,

Weiler bei Merkendorf, ein kleiner Ort, aber beachtenswerth, weil dort und in der nächsten Umgegend, nicht in Merkendorf, der Grundstein zu der Probstei Altmühl oder Merkendorf gelegt wurde. Den Grund legte der 4. Abt Arnold, welcher, wie oben bei diesem Abt berichtet wurde, i. J. 1190 am Nesselbach und am Mönchswald, nahe bei Dürrnhof, einen unbebauten Landstrich erwarb, den ersten Grundbesitz, aus welchem im Laufe der Zeit eine Probstei erwuchs. Die den Dürrnhof selbst betreffende Erwerbsurkunde


  1. Vgl. Stillfried S. 229.
Empfohlene Zitierweise:
Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 2). C. H. Beck’sche Buchhandlung, Nördlingen 1879, Seite 440. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Georg_Muck_-_Geschichte_von_Kloster_Heilsbronn_(Band_2).pdf/442&oldid=- (Version vom 1.8.2018)