Seite:Georg Muck - Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 2).pdf/549

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

Kunen Ammans Seligen von Walrstain eheliche Wirthin vergih für mich und mein Kind Dorothea, daß ich mit dem vorgenannten Kunen Amman Seligen und für unsere Erben 25 Schilling Heller ewiger Gült gegeben und vermacht habe aus 11/2 Tagwerk Wiesmahd zu Steinheim, gelegen unter Walrstain, oberhalb des Dorfes, das getailet die Closterfrauen zu Kirchem haben, den geistlichen Herren, dem Abt und Convent zu Halsprunn, an das ewige Licht in unserer Frauen Capell des Closters. Dieselbe Gült haben wir gegeben vonwegen Bruder Hansen Ainkurns, Conventsbruders des Closters, und in seinem Namen. Auch habe ich und mein Kind Dorothea und unsere Erben und wer die Wiesmahd inne hat und nießt, dem Closter die 25 Schilling zu geben in ihr Haus zu Nördlingen. Zur steten Sicherheit gebe ich für mich und mein Kind diesen Brief versiegelt mit meinem eigenen Insiegel, dazu die ehrbaren Mannen Götz Einkurn und Friz Amman, meine Schwäger, Bürger in Nördlingen, ihre Siegel von meiner Bitt willen gehenkt haben. Freitag nach Urban, 1371.“ Den Namen Einkurn führte eine angesehene, in den heilsbronner Urkunden oft genannte Nördlinger Rathsbürgerfamilie, welcher der Prior Hans Einkurn angehörte, dessen Sermonen oben I, 565 ff. besprochen worden sind. „Von wegen Bruder Hansen Einkurns und in seinem Namen“ wurde die gedachte Schenkung an das Kloster gemacht zur Stiftung eines ewigen Lichts. Die Stifterin war inhaltlich des Briefes siegelmäßig und der Familie Einkurn in Nördlingen sehr nah verwandt. Eines Pfarrers Franciscus Einkurn in Lentersheim ist oben bei Altentrüdingen gedacht worden.


14. Trochtelfingen,

Truttelingen, Pfarrdorf bei Nördlingen, nicht Treuchtlingen bei Pappenheim. Auch hier erhielt und verlor das Kloster den Nördlinger Patronatszehnten; übrigens behielt es dort alles durch Kauf Erworbene. Der 19. Abt Arnold kaufte dort i. J. 1369 eine Gült laut Kaufbrief, worin es heißt: „Ich Walter Vogelwaid genannt, zu Trochtelvingen gesessen, vergih, daß ich

Empfohlene Zitierweise:
Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 2). C. H. Beck’sche Buchhandlung, Nördlingen 1879, Seite 547. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Georg_Muck_-_Geschichte_von_Kloster_Heilsbronn_(Band_2).pdf/549&oldid=3316022 (Version vom 31.7.2018)