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„Johannis Andreae summa de sponsalibus et matrimoniis“, während die Druckerei des Arnold (Neumarkt) von Köln 1495 das Werk „De lamiis et phitonicis mulieribus“ herausgab. Dann wurde 1497 der „Modus legendi“ gedruckt, 1499 bei Markus Brandis die einzige bekannte Ausgabe der „Declaratio titulorum legalium“ und bei Martin Landsberg (ohne Zeitangabe) die von Georg Alt unter dem Titel „Ein nützlicher Gerichtshandel vor got dem almechtigen u. s. w. “ bearbeitete Übersetzung des „Processus Satanae“.

In Wien druckte Johann Winterburger 1500 und 1505, Hier. Vietor 1513 die „Lectura Johannis Andreae super arboribus consanguinitatis“ (zweiter Klasse bei Stintzing) und in Brünn erschien 1488 das Werk des Professor J. J. Canis: „De modo in jure studendi“, und die „Expositio omnium titulorum juris ciuilis et canonici“.

Unter den italienischen Städten nimmt die erste Stelle Venedig ein. Von dem „Supplementum Summae Pisanae“ erschienen daselbst in der Zeit von 1471 (das Jahr dieser ältesten Ausgabe steht nicht sicher fest) bis 1499 nicht weniger als 14 Ausgaben, und zwar in den Jahren 1471, 1473, 1474, 1476, 1477, 1479, 1481, 1482, 1483, 1484, 1485, 1489, 1494 und 1499. Von dem „Tractatus judiciorum“ des Bartolus ist die Ausgabe von 1472 vermutlich, außerdem eine Ausgabe von 1487 in Venedig gedruckt, von der „Summa Angelica“ aber erschienen daselbst von 1476 bis 1511 wiederum 12 Ausgaben, nämlich 1476, 1487 (zwei Ausgaben), 1489, 1490, 1491, 1492 (zwei Ausgaben), 1495, 1499, 1504 und 1511, und von der „Summa Astexana“ je eine Ausgabe 1478 und 1480. Gerardus de Flandria druckte 1478 den „Processus Satanae“, 1481 erschien die „Summa Pisana“ und der „Vocabularius juris utriusque“ in fünf Ausgaben 1483, 1485, 1487, 1491 und 1517, die „Margarita Decreti seu tabula Martiniana“ im Jahre 1486, in demselben Jahre auch das „Confessionale Bartolomaei de Chaimis“. Von dem „Repertorium juris utriusque“ des Johannes Bertachinus sind vier Ausgaben aus den Jahren 1488, 1494, 1518 und 1519 bekannt, von dem „Processus judiciarius Panormitani“ drei, von 1488, 1492 und 1499, von der „Summa Baptistiniana siue Rosella“ eine Ausgabe 1499, während auch eine im Jahre 1495 bei Arrivabene ohne Ortsangabe gedruckte vermutlich schon Venedig zukommt. Andrea Torresano druckte 1499 den „Liber sextus“; in demselben Jahre

Empfohlene Zitierweise:
Friedrich Kapp: Geschichte des Deutschen Buchhandels Band 1. Verlag des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler, Leipzig 1886, Seite 337. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Geschichte_des_Dt_Buchhandels_1_05.djvu/075&oldid=- (Version vom 1.8.2018)