Seite:Hermann von Bezzel - Pflicht und Recht der Inneren Mission.pdf/27

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

 Nicht trübe Hoffnungslosigkeit, die dem verblassenden Abendrot des sinkenden Tages schmerzbewegt nachsieht, sondern der Wegfertigkeit, die der aufsteigenden Morgenröte eines ewigen Tages entgegengeht, kommt der zu Hilfe, der sich das Licht der Welt, ihr wahres und stetiges Leben genannt hat.

 Der Verzagtheit gilt keine Verheißung, aber dem Mute die höchste. Denn Tatenlosigkeit ist nicht Ergebung und Passivität nicht Frömmigkeit.

 Wer aber sich aufmacht trotz der drohenden Nacht, der zeigt, daß sie nicht bleiben darf, dem wird der Weg durchs finstere Leben licht, weil auf diesen Weg ein unvergängliches Licht fällt.

 Gott segne die Innere Mission und alle ihre Arbeit und Arbeiter. Sie hat eine kleine Kraft, aber in der Treue eine große Verheißung. –


Ich säe hier auf Hoffnung edlen Samen,
Streu’ güldnes Korn in Menschenherzen aus,
Ich walle oft zu meiner Saat hinaus
Und pflege sie in meines Königs Namen, –
In meinem nicht – bis zu der Ernte Zeit
Ich übergeh’ zur vollen Seligkeit.