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Dunkeln. Ich wünsche, Du mögest mich benachrichtigen, ob dem Papste das Werk übersandt worden ist; denn, wenn es nicht geschehen ist, so möchte ich dem Hingeschiedenen diesen Dienst erweisen. Lebe wohl!

Löbau den 26. Juli 1543.


2a) Dietrich von Rheden, seit dem Jahre 1532 Domherr von Ermland, lebte meist in Rom, wo er die Agenturgeschäfte des Kapitels besorgte, und von wo er erst 1539 wieder heimkehrte. Vergl. Fr. Hipler, Spicilegium Copernicanum. Braunsberg 1873, p. 115.


3) Nicht Nicetus oder Nicetas, sondern Hicetas. Der wahre Name dieses Pythagoräers ist: Ἱϰέτης, oder dorisch: Ἱϰέτας. So lautet er beim Diogenes Laertius. Vergl. Ideler, Ueber das Verhältniss des Copernicus zum Alterthum, p. 27.

Die Stelle, auf welche sich hier Copernicus bezieht, findet sich bei Cicero, Academicae quaestiones Lib. IV. Cap. 29 und lautet: „Nicetas Syracusius, ut ait Theophrastus, caelum, solem, lunam, stellas, supera denique omnia stare censet: neque praeter terram, rem ullam in mundo moveri quae cum circum axem se summa celeritate convertat et torqueat, eadem effici omnia, quasi stante terra caelum moveretur. Atque hoc etiam Platonem in Timaeo dicere quidam arbitrantur, sed paullo obscurius.“ — Zu deutsch: — Der Syracuser Nicetas hält dafür, wie Theophrast sagt, dass der Himmel, die Sonne, der Mond, die Sterne, endlich alles über der Erde Befindliche, stillstehe, und dass sich Nichts in der Welt bewege, ausser der Erde. Während diese sich mit der grössten Geschwindigkeit um ihre Axe wälze und drehe, werde Alles ebenso bewirkt, als ob sich bei stillstehender Erde der Himmel drehe. Einige sind der Ansicht, dass dies auch Plato im Timäus sage, aber etwas dunkler. — Ueber des Hicetas Ansichten vergl. auch Diogenes Laertius, Vitae philosophorum VIII, 85.


4) Diese Stelle findet sich: Plutarchus, Chaeronensis, Περὶ τῶν ἀρεσϰόντων τοῖς φιλοσόφοις . βιβλίον τρίτον. Περὶ ϰινήσεως γῆς . ιγ'. seu De placitis philosophorum Lib. III. Cap. 13.


4a) Lactantius divin. instit 3, 24.


5) Diese einleitenden Worte finden sich nur in der Warschauer und in der Thorner Säcular-Ausgabe und stammen also aus der Prager Original-Handschrift.


6) Almagest: Lib. I. Cap. 3.


7) Almagest: Lib. I. Cap. 4.


8)

Coppernicus 138.png

Ist in Fig. I. der Mittelpunkt der Wasserkugel und ihr Halbmesser; ebenso der Mittelpunkt der Landkugel und ihr Durchmesser: so möge sein, dann ist ;

es ergiebt sich also, dass, wenn die Wasserkugel 7 mal so gross wäre, als die Landkugel, und jede von beiden für sich bestände, der Durchmesser der Landkugel noch etwas grösser wäre, als der Halbmesser der Wasserkugel.

Tauchte man aber diese Landkugel in die Wasserkugel, und stellte dann die Wasserkugel ihre Kugelgestalt wieder her: so würde nun der ganze Körper achtmal so gross, als die Landkugel allein. Bezeichnen wir den Halbmesser dieser neuen Kugel Fig. II. mit : so haben wir also

und die Landkugel berührte folglich die Wasserkugel nur noch von innen, während der Mittelpunkt des ganzen Körpers nur noch in der Oberfläche der Landkugel läge. Die Landkugel könnte also nicht mehr aus der Wasserfläche hervorragen, ohne den Mittelpunkt des ganzen Körpers dem Wasser allein zu überlassen. Ueber Entstehung und Geschichte der Lehre von der in eine Wasserkugel eingetauchten