Seite:Luebische Geschichten und Sagen.djvu/245

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130. Die Kleinodien versetzt.

Anno 1472 auf den Tag Vincentii kam die Königin aus Dänemark gen Lübeck, und löste ihre Kleinodien wieder ein, die sie dem Rath zu Lübeck früher versetzt hatte.

Das thäte jetzt keine Königin, wenn auch mehr daran gelegen wäre.


131. Unkeusches Begehren.

Anno 1472 thät Kaiser Friedericus der Dritte ein wunderlich Begehren; denn er schrieb an den Rath zu Lübeck, und begehrte den zehenten Pfennig von allem Hab’ und Gut der Stadt.

Aber Ein Rath zu Lübeck hat ihm gar nichts hierauf geantwortet, sintemal es ein unkeusch Begehren gewesen.

Empfohlene Zitierweise:
Ernst Deecke: Lübische Geschichten und Sagen. Carl Boldemann, Lübeck 1852, Seite 239. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Luebische_Geschichten_und_Sagen.djvu/245&oldid=3348954 (Version vom 1.8.2018)