Seite:Luebische Geschichten und Sagen.djvu/7

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1. Riesen (Hünen).

In den allerältesten Zeiten haben Riesen an diesen Orten gewohnt. Die hatten nichts anders zu thun, als daß sie mit Steinen warfen und spielten. Daher liegen die großen Steine überall zerstreut.

Ein besonderes Vergnügen war es für sie, Steine über’s Wasser laufen zu lassen. Darum ist auch die See so voll von großen Steinen.

Ein großer Riese, Namens Möwes, wohnte in der Gegend, wo jetzt Travemünde liegt. Der warf so viele Steine in’s Wasser, daß der Sand aufgedämmt ward über der Plate (dem Eingang zur Trave), und so ist der Priwal entstanden. Ein großer Stein liegt noch da, der nach ihm Möwenstein heißt: die andern sind meist verbollwerkt.


Die letzten Riesen sollen bei Krummesse gewohnt haben, aber das waren nicht mehr von den ganz großen.

Empfohlene Zitierweise:
Ernst Deecke: Lübische Geschichten und Sagen. Carl Boldemann, Lübeck 1852, Seite 1. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Luebische_Geschichten_und_Sagen.djvu/7&oldid=3349164 (Version vom 1.8.2018)