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Dritte Klasse. Minerale organischer Verbindungen.

Hieher gehören die Salze, zu welchen des Namens willen der Honigstein gezählt wird und die Erdharze, von denen der Bernstein (siehe oben), daß seltene Bitumen oder Judenpech und das Erdöl, auch Petroleum genannt, gehören. Da letzteres indessen bei dem Fortschritt der socialistischen Bewegung mit der Zeit gefährlich werden könnte, wollen wir uns mit demselben nicht befassen.


Ueberblicken wir zum Schlusse noch das ganze Mineralreich, so sehen wir, daß die Natur reich an Steinen ist.

Wir nennen deshalb einen Menschen, der sehr reich ist, steinreich, was indessen auch daher kommen könnte, daß die Herzen der Reichen nicht selten hart wie Stein sind.

Sehr gesucht seit Beginn der Welt und noch immer nicht gefunden ist der Stein der Weisen, dagegen findet sich ungesucht am leichtesten der Stein des Anstoßes.

Der Streit der Gelehrten, was besser sei, Weinstein oder Steinwein, dürfte ziemlich unfruchtbar sein; jedenfalls ist der erstere billiger und leichter zu haben, als der letztere.

Wenn man behaupten will, daß Steine unfruchtbar seien, so erinnern wir an die Schleifsteine, welche so nahrhaft sind, daß ganze Familien von Scheerenschleifern davon leben.

Das ganze menschliche Leben bewegt sich zwischen dem

Empfohlene Zitierweise:
Franz Bonn: Lustige Botanik und Mineralogie. 2. Auflage. Braun & Schneider , München [1880], Seite 47. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Lustige_Botanik_und_Mineralogie.djvu/55&oldid=- (Version vom 1.8.2018)