Seite:Pater Noster und Ave Maria in deutschen Uebersetzungen.pdf/25

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gib uns immer. In diesen Worten sind alle unsere leiblichen Bedürfnisse befangen (enthalten). Nun aber ewig (allezeit) vergib (gib, verleihe) uns, Herr, den deinen Leib und dein Blut, das wir von dem Altar empfangen, daß es uns zu ewigem Heile und zu ewigem Leben bekomme (gereiche), und nicht alles (ganz) zu Strafe, und deine Gunst und deine Minne (Liebe) in uns völlig erhalte (bewahre). Und erlaß (vergib) uns unsre Schulden, so wie wir erlassen (vergeben) unsern Schuldnern. Höchst nöthiges Bedürfniß (ist) aller Männer (Menschen) jeglichem, (in, bei) sich selben (selbst) diesen Worten nachzudenken, daß aller Männer (Menschen) jeglicher seinem Genossen und seinem Bruder (er) mit allem (ganzem) Sinne und Herzen seine Missethaten erlasse (vergebe); dann (wenn) *** er dem seinen Genossen erlassen (vergeben) nicht will, (ergänze: so lügt er), denn (wenn) er sagt: „Erlaß (vergib) uns so wie wir erlassen (vergeben)“. Und (nicht) bringe uns in Versuchung. Nicht laß uns, Herr, den Teufel so weit versuchen, als sein Wille sei (sein mag), sondern als wir mit deiner Gunst und mit deinen Gnaden überwinden mögen. Sondern mache genesen (befreie, erlöse) uns von allen Sünden, gelittenen (vergangenen), gegenwärtigen und künftigen.

Amen.




Empfohlene Zitierweise:
Joseph Kehrein: Pater Noster und Ave Maria in deutschen Übersetzungen. Frankfurt a/M.: Verlag für Kunst und Wissenschaft (G. Hamacher), 1865, Seite 17. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Pater_Noster_und_Ave_Maria_in_deutschen_Uebersetzungen.pdf/25&oldid=- (Version vom 1.8.2018)