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X. Aus dem 11. Jahrhundert.

Aus einer Wiener Handschrift, cod. ambras. vindob. D. I., 36, bei Maßmann Nr. 46.

Uater unsir du in himile bist. Din namo uuerde geheiligot. Din riche chome. Din uuille giskehe in erda. also in himile. Unsir tegelichiz prot gib uns hiuto.[1] Vnde unsere sculde belaz[2] uns. also ouh uuir firlazen unseren scolaren.[3] Vnde in dia chorunga[4] neleitist du unsih. Suntir[5] irlose unsih fon demo ubile.




XI. Aus dem 11. Jahrhundert.

Aus Notkers († 1022) Psalmenübersetzung in St. Gallen, bei Maßmann Nr. 47.

Fater unser du in himile bist. Din namo uuerde geheiligot. Din riche chome. Din wille geskehe in erdo.[6] also in himile. Unser tagolicha[7] brot kib uns hiuto.[8] Unde unsere sculde belaz[9] uns. also

  1. Findet sich auch sonst für das gebräuchlichere hiutu, s. Nr. 11. 12. 13.
  2. Ahd. pi-, pe-, bi-, be- lâzan, blâzan, erlassen.
  3. S. Nr. 6.
  4. S. Nr. 4.
  5. Ahd. suntar, suntir, sundar, sundir, sondern.
  6. Der Dativ erdo kommt bei Notker oft vor, s. Nr. 12.
  7. Diese Form kommt auch sonst vor. s. Graff V, 362.
  8. S. Nr. 10.
  9. S. Nr. 10.
Empfohlene Zitierweise:
Joseph Kehrein: Pater Noster und Ave Maria in deutschen Übersetzungen. Frankfurt a/M.: Verlag für Kunst und Wissenschaft (G. Hamacher), 1865, Seite 20. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Pater_Noster_und_Ave_Maria_in_deutschen_Uebersetzungen.pdf/28&oldid=- (Version vom 1.8.2018)