Seite:Raisonnirendes Theaterjurnal von der Leipziger Michaelmesse 1783.djvu/103

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und macht bey Fräulein, Elisabeth von Rosenfeld, den Freyer. Er wird bald gewahr, daß er mit seinen Bewerbungen nirgends fortkömmt; glaubt mehr auszurichten, wenn er sich nach dem Model seines Bruders umformte; bittet jenen um Unterweisung; bekömmt sie theoretisch und practisch; kleidet sich ebenfalls a la Marlborug; äfft alle Manieren des St. George so grotesc, als möglich, nach – bleibt aber immer der vorige hölzerne Peter, dessen Person, und Projecte, von jedermann verlacht, und zurückgewiesen, werden.

Noch bemerkt man den Herrn von Tiefenbach, Herrn Schuwaert; einen Mann von Verstand, Rechtschaffenheit, und ausgebildeten Sitten, dem jene Scenen, welche im Rosenfeldischen Hause gespielt werden, zwar äusserst abgeschmakt und ärgerlich vorkommen, der selbiges aber demungeachtet täglich besucht, weil er mit ganzer Seele an Fräulein, Hanngen, hängt, von ihr auch wieder geliebt