Seite:Raisonnirendes Theaterjurnal von der Leipziger Michaelmesse 1783.djvu/115

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solches alsbald dem Assessor Brand zu überbringen, und stellt sich einstweilen in das beniemte Cabinet auf die Lauer. Branden mag die Zeit zu lang geworden seyn; er begegnet dem Hausknecht am Thore des Gasthofs; läßt sich auf den Canversatsionssaal führen, erfährt, als er beym Schein einer Laterne das Billet liest, daß er zu früh gekommen, schikt den Hausknecht fort, und resolvirt, die bestimmte Mitternachtsstunde hier zu erwarten. Der Oberste tritt, mit dem Licht in der Hand, aus dem Cabinet, scheint sich zwar über Brandens Begegnung auf dem dunkeln Saal zu wundern, läßt sich aber die Gründe, womit jener seine Anwesenheit entschuldigt, auch gar geschwind gefallen, und ladet ihn, aus Malice, zu einer Schale Punsch auf sein Zimmer ein. Brand will die Ehre verbitten, darf aber nicht sagen, welche Geschäfte ihn eigentlich binden, und läßt sich daher vom Obersten, der keine Excusen annehmen will, fortschleppen. Gleich drauf kömmt Carl betrunken