Seite:Raisonnirendes Theaterjurnal von der Leipziger Michaelmesse 1783.djvu/183

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Spiel, als Bewerleys Gattin, den Weg gebahnt zu haben. Bewundernswürdig schön bezeichnete sie durch iede Miene, durch iedes Wort, das Ideal der sanften Frau, die, ob sie gleich nicht blind gegen die Fehler ihres Mannes war, dennoch bey der Ueberzeugung, zärtlich von ihm geliebt zu werden, nicht in den Alltagston ihrer Mitschwestern einstimmte, ihn nicht durch mürrische Vorwürfe über bereits geschehne Dinge noch elender machte, als er es, nach seinem Selbstgefühl, schon seyn mußte, sondern es vielmehr für ihre erste Pflicht hielt, durch inbrünstige Gegenliebe die Leiden des Gatten zu versüssen; durch die untrüglichsten Beweise, so sie davon bey ieder Gelegenheit ablegte, ihn, wo möglich, vom Untergang in ihre stets offnen Arme zurükzuziehen.

So verächtlich der Charakter war, welchen Herr Schuwaert, als Stukley, zu suteniren hatte, eben so natürlich, und wahrhaft,