Seite:Raisonnirendes Theaterjurnal von der Leipziger Michaelmesse 1783.djvu/22

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

konnten böses Gewissen, und Furcht für der Strafe, noch eher dazu hinreißen. – Dies Wenige überlasse ich dem würdigen Herrn Reineke zur beliebigen Prüfung – sein eignes Gefühl entscheide, ob das meinige richtig gewesen ist.

Herr Opiz geht mit muthigen Schritten auf dem Wege zur Vervollkommung noch immer vorwärts; man wird es gewahr, wenn man seine Action lange nicht gesehn hat, und das nemliche bestätigt auch meine Erfahrung. Hätte er aber nicht bey denen Charaktern, die er heute begleitete, erst als Oberster, dann gar als Admiral, Graf von Hurt, etwas mehr Würde annehmen, am wenigsten in denen Auftritten, wo sein König gegenwärtig war, so sehr in den lustigen Stuzer ausarten sollen – als er es wirklich that? – Ueberhaupt kam es mir, wenn ich den König und ihn beysammen sahe, unwahrscheinlich vor, daß jener bey dem gesezten, ernsthaften, Wesen, mit dem er sich producirte, seine höchste Gunst