Seite:Swift-Tuchhändlerbriefe-Satyrische und ernsthafte Schriften 1-1756.pdf/17

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der Grund dieser seyn mag, daß sie leicht verloren gehen.

Drittens, sind wir noch viel weniger verbunden, diese liederliche Halbpfenninge des oftbemeldten Woods zunehmen, als wobei ihr auf jedem Schilling beinahe eilf Pfenninge zuverlieren habt.

Stehet daher, liebe Landsleute alle, für einen Mann. Verwerft diesen garstigen Quark; es ist kein Hochverrath, wider Wood aufrührisch zuwerden. Der König befiehlt in seinem Patent keinem Menschen, diese Halbpfenninge zunehmen. Unser allergnädigstes Oberhaupt hat nicht so schlimme Rathgeber; und wenn er sie auch hätte, so sehet ihr doch, daß die Geseze dem König die Gewalt nicht eingeräumt haben, uns zuzwingen, anderes Gelt anzunehmen, als welches gesezmässig und von gehörigem Korn und Schrot ist, Gold und Silber. Ihr habt daher nichts zubesorgen.

Und erlaubet mir, daß ich hiernächst mich besonders an euch wende, die ihr in die geringere Classe der Handelsleute gehöret. Vielleicht gedenkt ihr, ihr werdet, wenn diese Halbpfenninge zu Gange kommen, nicht so viel verlieren als die reichen, weil ihr ohne dem sehr selten Silber zu Gesichte krieget, und euere Kundsleute mit keiner andern als kupfernen Münze für eure Buden und Kramtische kommen; ja daß ihr auch diese käumerlich gewinnen könnt. Aber auf mein Wort, wenn Woods Münze einmal Fuß unter euch gewinnt, so seyt ihr gänzlich verloren. Wenn ihr mit diesen Halbpfenningen für einen Kramladen kömmt, Tabak, Brantenwein, und was ihr sonst bedürft, einzukaufen, so wird

Empfohlene Zitierweise:
Jonathan Swift, übersetzt von Johann Heinrich Waser: Briefe des Tuchhändlers. [s.n.], Hamburg und Leipzig 1756, Seite 311. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Swift-Tuchh%C3%A4ndlerbriefe-Satyrische_und_ernsthafte_Schriften_1-1756.pdf/17&oldid=3394058 (Version vom 1.8.2018)