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Zur Einführung


 Nach Löhes Heimgang am 2. Januar 1872 galt es, die schwere Frage der Nachfolgerschaft zu lösen. Es war von vornherein klar, daß infolge des Wachstums der Diakonissenanstalt das Rektorat derselben vom Pfarramt des Dorfes abgetrennt werden müßte. Das letztere übernahm Pfarrer Ferdinand Weber, der einstige Vikar Löhes (1859–1863), eifriger Freund der Judenmission. (1876–1879 Pfarrer in Polsingen, wo er starb; sein Grab ist auf dem Dorffriedhof in Neuendettelsau.)

 Für das Amt des Rektors richteten sich die Augen zunächst auf den früheren Konrektor des Hauses, Ernst Lotze, der jedoch aus wohlerwogenen Gründen die Berufung ablehnte[1]. In einer zweiten Wahl fiel die Mehrzahl der Stimmen auf Friedrich Meyer, Pfarrer in Michelstadt im Odenwald. Er gehörte der streng lutherischen Richtung der hessischen Kirche an und stand schon als Student in Verbindung mit Löhe. Am 24. Oktober 1872 zog er in Neuendettelsau ein mit seiner Familie: Frau Karoline geb. Martin, den fünf Kindern – Elisabeth, Clotilde, Gertrud, Mila, Ernst – und der Großmutter.

 Wie unter der Leitung des neuen Rektors das Werk der Diakonissenanstalt sich innerlich und äußerlich in gesunder Weise weiter entwickelte, zeigen die nachfolgenden Briefe.



  1. Siehe: Lotze, Erinnerungen an Wilhelm Löhe. Buchhandlung der Diakonissenanstalt.
Empfohlene Zitierweise:
Therese Stählin: Meine Seele erhebet den Herrn. Verlag der Diakonissenanstalt, Neuendettelsau 1957, Seite 207. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Therese_St%C3%A4hlin_-_Meine_Seele_erhebet_den_Herrn.pdf/209&oldid=2955159 (Version vom 20.11.2016)