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II.
Verschiedenheit der Hochfürstl. Wirzburg. Gesinnungen bey Einführung und Aufhebung des Lotto di Genua in einem Zeitraum von 27 Jahren.

Demnach S. Hochfürstliche Gnaden (Fürst Adam Friedrich) aus denen in hiebeyliegenden gedruckten Avertissements[1] angeführten Gottgefälligen Absichten bewogen worden, in dero fürstl. Residenzstadt Wirzburg eine Lotterie zu veranstalten, welche monathlich gezogen, und damit den 1ten nächstkünftigen Monats Juny der Anfang gemacht werden solle: Als wird sämtlichen Pfarrern des fürstl. Hochstifts hierdurch anbefohlen

1) Obberürtes Avertissement sogleich am ersten Sontage nach Empfang dieses von öffentlicher Kanzel zu verkündigen.

2) Das Pfarrvolk zur Einlage kräftigst anzumahnen, und selbigem wohlbegreiflich vorzustellen, daß ein jeder von einer so geringen Einlage nicht nur sich die Hoffnung zu einem ansehnlichen Geldgewinn machen dörfe, sondern auch in dem Anbetracht, daß der von dem Einlags-Quanto abzuzihende 10te Pfenning lediglich zur Hülfe deren nothleidenden Armen, und zu andern seelenverdienstlichen guten Werken verwendet werde, dafür von Gott, als dem Belohner alles Guten,


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