Seite:Wilhelm Löhe - Lebenslauf einer heiligen Magd Gottes aus dem Pfarrstande 2 Aufl.pdf/39

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Dich, wie Du an mich. Du sagtest einmal, das, was man am liebsten hat, denkt man am öftesten; Dich habe ich ja nach Gott am liebsten. Viele Grüße von den Meinen. Der lieben Mutter geht es nicht gut, sie ist sehr gedrückt. Der HErr schenke ihr Freudigkeit zu wandeln Seinen Weg. Der Vater ist vergnügt und wird morgen schreiben. Emilie läßt sich schönstens für Deinen lieben Gruß bedanken, sie habe Dich auch sehr lieb und wünsche sich einmal 1/2 Jahr ganz allein zu uns. Philipp war auch hocherfreut über Deinen Gruß und läßt Dich merkwürdig grüßen. Eben jeder weiß einen anderen Gruß. Die Briefe, welche ich an Dich schreibe, werden, seitdem Du in Frankfurt warst, nicht wieder abgeschrieben, denn Du hast mir es ja damals gesagt.

 Ich schreibe Dir zwar immer kurze Briefe, aber ich freue mich immer, wenn ich einen längeren von meinem Bräutigam erhalte. Du hast mir eben mehr zu sagen, wie ich Dir, aber unsre Liebe, denk ich, ist eine so groß als die andere.“
 Ein andermal (13. Juni) schloß sie einen Brief: „Ich weiß Dir nicht viel zu sagen, so will ich aufhören, und doch habe ich Dir mit Lust geschrieben, wenn auch wenig.“ –

 11. Helene wurde von ihrem Bräutigam ermahnt, sich allezeit zu geben, wie es ihr ums Herz sei, wie